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Große Chancen, mehr Absolventen25 Jahre Forschungsstärke und Innovationskraft - Studiengang Optoelektronik/Lasertechnik, neu: Optical Engineering, startet in eine neue Ära

Fr, 04. November 2016

Zum Schluss wurde die Festgesellschaft optisch verzaubert: Das Jubiläum „25 Jahre Studiengang Optoelektronik/Lasertechnik“ und „15 Jahre Photonics“ an der Hochschule Aalen endete am Freitag mit einer fantastischen Lasershow der Gmünder Firma HB-Laser, deren Geschäftsführer Lutz Bartl selbst ein Optoelektronik-Absolvent der ersten Stunde ist.

Stolz auf die Historie, aktiv kompetent in der Gegenwart, selbstbewusst die Herausforderungen der Zukunft anpackend – so kann man den Jubiläumstag zusammenfassen. Die Gegenwart wurde im Career Center präsentiert: Optoelektronik-Alumni stellten ihre Arbeitgeber vor und informierten die Studierenden über Praxissemester oder Karrierechancen und vor allem über das dichte Netzwerk der optischen Welt. Am Nachmittag bot die Deutsche Physikalische Gesellschaft, einer der wichtigsten Partner und Förderer des Studiengangs ein hochkarätig besetztes wissenschaftlichen Kolloquium.

Beim Festakt erinnerte Studiendekan Prof. Dr. Harry Bauer an den Start im Wintersemester 1991/92. Es sei schon damals eine Herausforderung gewesen, die Studierenden auf die Optoelektronik neugierig zu machen. „Dabei ist das Anwendungsspektrum breit gefächert und die Absolventen sind im Aus- oder Inland bei kleinen und großen Unternehmen sehr gefragt“, sagte Bauer. Es gebe heute „viel zu wenige Studierende in der Optoelektronik“, räumte Bauer ein, „obwohl der innovative und in der Einwerbung von Drittmitteln so erfolgreiche Studiengang eine Hauptsäule dafür ist, weshalb die Hochschule Aalen seit zehn Jahren stets die forschungsstärkste Hochschule des Landes ist“. Mit der Namensänderung sei jetzt ein Anstieg der Einschreibungen zu erkennen. „Ein Optical Engineer“, erklärte Bauer, „macht die faszinierenden Eigenschaften des Lichts in Kombination mit Elektronik für die Menschen in der modernen Welt nutzbar. Die Studierenden lernen, wie Laser oder LED-Beleuchtungen funktionieren, entwickeln Diagnose- und Behandlungsverfahren in der Medizin und beschäftigen sich mit der 3D-Drucktechnik oder der Glasfaserkommunikation.

„Licht erzeugen und Nutzen, das war die Idee 1987“, sagte Prof. Dr. Herbert Schneckenburger, einer von drei Gründungsvätern. Zum Auftakt hätten sich 35 Studenten eingeschrieben, vier Jahre später seien die 18 Dipl.-Ingenieure ins Berufsleben gestartet, bis heute seien es 600 Absolventen – Schneckenburger: „Immer stand die Forschung und die Anwerbung von Drittmitteln im Fokus, von großer Bedeutung war für den Studiengang die Zeiss-Stiftungsprofessur.“

Einen flammenden Appell an die Festversammlung richtete Dr. Hermann Gerlinger: „Wir brauchen künftig das Zehnfache an Absolventen! Der CEO der Zeiss SMT GmbH verwies auf das „Riesenspektrum an Branchen und Geschäftsfeldern, die sich mit der Wechselwirkung von Licht und Material beschäftigen“. Ohne Optik gebe es keine Digitalisierung, keine Industrie 4.0 und kein autonomes Fahren. Am Beispiel von Zeiss zeigte Gerlinger auch die weltweite, enge Vernetzung und die Innovationskraft der Optik auf.Die Forschungsstärke, die Innovationskraft und die großen Zukunftschancen des Studiengangs stellten in ihren Grußbotschaften auch Dekan Prof. Dr. Rainer Börret und Prorektor Prof. Dr. Harald Riegel heraus.

Der städtische Wirtschaftsbeauftragter Wolfgang Weiß überbrachte zum Jubiläum die Glückwünsche von OB Thilo Rentschler und versicherte, „dass die Stadt Aalen die Hochschule Aalen bei allen Herausforderungen der Zukunft im engen Schulterschluss unterstützen wird. Die Realisierung des Hochschulplanes 2020 und des Konzeptes „Waldcampus“ stehe „in der Stadtpolitik der nächsten Jahre ganz oben!“

Quelle: Schwäbische Post, Autor: Winfried Hofele

Über 100 Teilnehmer besuchten anlässlich des Jubiläums auch das wissenschaftliche Kolloquium der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Hochkarätige Redner kamen auf den Burren und belohnten die Zuhörer mit spannenden Informationen. Leiter des Kolloquiums war Prof. Dr. Herbert Schneckenburger, der vor 25 Jahren einer der Gründungsväter des Studiengangs Optoelektronik war. Alle Vorträge und Redner finden Sie hier.