Blick über den Tellerrand ins Reich der MitteAustauschprogramme mit Top-Universitäten in China

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Trafen sich mit ihrem chinesischen Kollegen Prof. Dr. Lei Wei von der Southeast University in Nanjing: Prorektor Prof. Dr. Harald Riegel und die Dekane Prof. Dr. Rainer Börret sowie Prof. Dr. Markus Kley (v.l).

Mi, 28. Oktober 2015

Derzeit absolvieren elf Studierende aus China ein Semester an der Hochschule Aalen. Um auch Aalener Studierenden ein Auslandssemester im Reich der Mitte zu ermöglichen, haben nun Prorektor Prof. Dr. Harald Riegel sowie die Dekane Prof. Dr. Markus Kley (Fakultät Maschinenbau) und Prof. Dr. Rainer Börret (Optik und Mechatronik) vier chinesische Universitäten besucht.

Die Shanghai Jia Tong University, die Southeast University in Nanjing, sowie die Shandong University in Jinan und die Tonji University mit der Chinesisch-Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften gehören zu den Elite-Universitäten in China.

Internationalität und insbesondere auch der Austausch mit China sei eine strategische Aufgabe für die Hochschule Aalen, so Prorektor Prof. Dr. Harald Riegel. „Unser Ziel ist es, die Anzahl Aalener Studierender an den chinesischen Partneruniversitäten deutlich zu erhöhen.“ China sei ein faszinierendes Land, das den deutschen Austauschstudenten eine Menge zu bieten habe. „Auch vor dem kulturellen Hintergrund betrachtet, ist es eine tolle Erfahrung, eine gewisse Zeit in China zu verbringen“, findet auch Prof. Dr. Rainer Börret und appelliert an die Studierenden, keine Scheu vor sprachlichen Barrieren zu haben: „Man kommt im täglichen Leben gut zurecht.“

„China als Wirtschaftspartner ist für deutsche Firmen hochinteressant. Ingenieure mit interkulturellem Wissen sind daher sehr gefragt“, sagt Prof. Dr. Rainer Börret., „aus diesem Grund möchten wir unseren Studierenden einen ein- bis zweisemestrigen Aufenthalt in China ermöglichen.“ Dadurch haben Studierende der HS Aalen die Möglichkeit an einer der Partneruniversitäten einen Doppelabschluss zu erwerben. Dazu werden nach einem Semester Studium im Ausland die Studienleistungen an der Hochschule Aalen anerkannt. Die Abschlussarbeit im Ausland wird von beiden Hochschulen gemeinsam betreut. Abschließend kann somit der Akademische Grad beider Studiengänge verliehen werden (Double Degree).

Im Rahmen der Austauschprogramme erhalten die deutschen Studierenden Gebührenbefreiung der im Ausland oft sehr hohen Studiengebühren. Außerdem können die Studierenden finanzielle Förderungen ihres Auslandssemesters beantragen.

Die Southeast University (SEU) in Nanjing zählt nicht nur zu den renommiertesten, sondern ist zugleich auch eine der führenden Forschungsuniversitäten in China. Die rund 32 000 Studierenden werden an 29 Schools (Fakultäten) bewusst auch für die Industrie ausgebildet – eine ähnliche Zielsetzung wie es auch die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland haben. „Wir freuen uns, dass wir mit der Fahrzeugtechnik im Maschinenbau bereits erste Anknüpfungspunkte haben“, sagt Prof. Dr. Markus Kley, „auf beiden Seiten gibt es beispielsweise Formula Student Racing Teams, für die ein gegenseitiger Austausch spannend ist.“

Bereits seit zwei Jahren besteht zwischen der Hochschule Aalen und der SEU in Nanjing eine Partnerschaft: Zum Wintersemester 2014/15 hat der studentische Austausch im Rahmen des von der Hochschule Aalen initiierten Hochschul-Firmenprogramms mit der Robert Bosch Automotive Steering GmbH begonnen. Die chinesische Universität ist stark an der Erweiterung der Partnerschaft interessiert, ebenso wie am Austausch von Professoren – beispielsweise für Kurzzeitdozenturen.

Studierende, die sich für ein Auslandssemester interessieren, können mit der Studienberatung der Fakultät Maschinenbau und Werkstofftechnik unter gaby.keil@hs-aalen.de Kontakt aufnehmen.