„Zu Nebenwirkungen des Museumsbesuches fragen Sie Ihren Kurator oder Museumsdirektor“
Museen sind Orte, in denen nach aktueller Definition gesammelt, bewahrt, geforscht, dokumentiert und ausgestellt wird. Letzteres wird in der Regel gleichgesetzt mit dem sogenannten Bildungsauftrag der Museen. Für jede Ausstellung in einem Museum gilt dabei das Primat der Wissenschaftlichkeit und Objektivität. Ausstellungen sind aber auch subjektiv geprägt, sie können Belehrung, aber auch Statement, Machtdemonstration, Repräsentationsort, ebenso Rumpelkammer oder Archive des Verschweigens sein. Denn Ausstellungen unterliegen immer auch den jeweiligen Auffassungen, Einstellungen und Haltungen ihrer Initiatoren und Autoren, sind nie ganz objektiv. Dass auf diese Weise mehr oder weniger unterschwellige Botschaften weitergegeben werden, fällt den Museumsbesucher_innen auf den ersten Blick meist nicht auf, beeinflusst sie aber doch erheblich. Wenn wir das Museum also als Bildungsort ernst nehmen, müssen wir uns ebenso der Frage stellen, welche latenten Prägungen die Besucher_innen beeinflussen können und welche Wirkung das auf die gesellschaftliche Wahrnehmung und Rezeption von Kunst und kulturellem Erbe hat.

Dozent: Andreas Grünewald Steiger, Dr. phil., Diplomstudium der Kulturpädagogik an der Universität Hildesheim mit den Schwerpunkten Kunst, Literatur, Psychologie, Pädagogik/Museumspädagogik und Museologie. Lehrbeauftragter u.a. an der Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, hier im Masterstudiengang Bildung und Vermittlung/Museumspädagogik. Seit 1991 Leiter des Programmbereichs Museum an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel (www.bundesakademie.de).

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